Liebe Mitchristen im Pastoralverbund Wendener Land,

am 3. Fastensonntag durften wir als Begleiterteam für die Zeit der Vakanz ein erstes Mal in Ihrem Pastoralverbund zu Gast sein. Wir waren durchaus angespannt und haben uns etwas bang gefragt, welches Klima uns wohl in der gut gefüllten St. Severins-Kirche erwarten würde. Danke für den guten Empfang und die herzliche Aufnahme bei Ihnen!

Zwei Dinge sind uns im Gottesdienst aufgefallen: es war sehr ruhig während der etwas langwierigen Lese-Auslegung des Sonntagsevangeliums und auch danach; offenbar konnten viele mit den vorgetragenen Gedanken etwas anfangen. Und es wurde laut und freudig mitgesungen; uns hat das gezeigt, wieviel Freude an Gott und seinem Reich unter uns in Wenden zu Hause ist. Diese Stärke war uns eine willkommene Ermutigung. Die Auslegung des Evangeliums von der Begegnung Jesu mit der Frau am Jakobsbrunnen haben wir verschriftlicht, die Texte liegen als Faltblatt in den Kirchen des Pastoralverbundes aus.

Danke auch für die zahlreichen Rückmeldungen nach dem Gottesdienst! Viele haben die Gelegenheit genutzt, uns anzusprechen und persönlich kennen zu lernen, wir haben viele ausgefüllte Rückmeldekarten und auch persönliche Briefe erhalten, viele gute Wünsche wurden uns mit auf den Weg gegeben. Unter den Rückmeldungen waren auch schon mehrere Wünsche nach einem persönlichen Gespräch - am Samstag, den 8. April, werden wir auf alle zugehen, die uns um ein Gespräch gebeten haben. Die genauen Termine verabreden wir zuvor telefonisch. Im Pfarrbüro liegen Karten mit unseren Kontaktdaten bereit, für den Fall, dass Sie sich persönlich an uns wenden möchten.

Bedanken möchten wir uns auch für die angenehmen und kenntnisreichen Kirchenführungen in St. Severin und in St. Kunibertus. Wunderschön war zudem das von Chören mitgestaltete Abendlob in Altenhof. Wir hatten am Abend den Eindruck, das Wendener Land hat für uns ein Gesicht bekommen.

Viele haben uns gefragt: Wie soll es denn eigentlich weiter gehen? Was kann denn jetzt geschehen? Was können wir, was kann ich tun, damit eine gute und versöhnende Entwicklung gestärkt werden kann?

Ein Vorschlag dazu: Nehmen Sie sich Raum und Zeit, um in Ruhe und im Licht der österlichen Friedensbotschaft über alles Geschehene nachzudenken. In der Fastenzeit begleitet uns der Dreiklang: Beten - Fasten - Almosen geben. Legen Sie in diese geistlichen Übungen der Zeit vor Ostern das Anliegen mit hinein, dass unter allen die Bereitschaft zu Frieden und Versöhnung wächst. Das im Hochamt verwendete Gebet für die Kirche (Gotteslob Nr. 22,1) könnte dazu eine tägliche Hilfe sein.

Am 7. Und 8. April werden wir wieder in Ihrem Pastoralverbund sein, um mit verschiedenen Gruppen und auch Einzelpersonen ins Gespräch zu kommen. Danach werden häufigere Begegnungen und Gespräche möglich sein, mit allen die dies wünschen. Wir würden uns sehr freuen, wenn auch in größerer Zahl lautere und ehrliche ‚Brunnengespräche‘ stattfinden könnten, die - ähnlich wie das Gespräch Jesu mit der Frau in Samarien - Zukunft und Versöhnung eröffnen.

Mit den Grüßen des Begleiterteams
Martin Reinert